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Roter VW T-Roc nach der Lackaufbereitung unter Wabenlicht in der Werkstatt von DETAILACK

Lackaufbereitung

Lackaufbereitung und Politur

Swirls im Sonnenlicht, Hologramme nach der letzten Waschanlage, ein Lack, der müde wirkt: Das sind Spuren im Klarlack. Wir tragen sie kontrolliert ab, messen vorher die Schichtdicke und holen den Glanz zurück, den das Auto ab Werk hatte.

~100–150 µm

so dünn ist ein Serienlack insgesamt

Schichtdicke

wird vor jeder Politur gemessen

1 bis 3 Stufen

je nach Lackzustand

Was beim Polieren wirklich passiert

Ein Autolack besteht aus mehreren Schichten: Grundierung, Füller, farbgebender Basislack und darüber der Klarlack, der für Glanz und Schutz sorgt. Zusammen sind das in der Regel nur 100 bis 150 Mikrometer – ein Zehntelmillimeter, etwa das Doppelte eines menschlichen Haares. Kratzer von Waschbürsten, Swirls vom falschen Tuch und Hologramme von schlecht ausgeführten Politurarbeiten liegen ganz oben, im Klarlack. Polieren bedeutet, den Klarlack um einige Mikrometer abzutragen, bis die Oberfläche wieder eben ist und das Licht gleichmäßig reflektiert. Es ist kein Auffüllen, sondern ein Abtragen. Deshalb ist Klarlack endlich, und deshalb messen wir, bevor wir anfangen.

Warum wir die Schichtdicke messen

Mit einem Schichtdickenmessgerät prüfen wir an jedem Bauteil, wie viel Lack vorhanden ist. Ungewöhnlich hohe Werte zeigen Nachlackierungen oder Spachtel, ungewöhnlich niedrige Werte warnen vor Stellen, an denen schon einmal kräftig poliert wurde. Beides ändert, wie wir arbeiten: Auf einer nachlackierten Motorhaube reagiert der Lack anders als auf dem Werkslack der Tür, und auf einer dünnen Kante gehen wir gar nicht mit der Maschine, sondern von Hand oder gar nicht. Das Messprotokoll bekommen Sie auf Wunsch mit, es ist auch beim Verkauf ein gutes Argument.

Einstufen- oder Mehrstufenpolitur?

Die Einstufenpolitur kombiniert Schneid- und Finishleistung in einem Durchgang. Sie entfernt leichte Waschkratzer, holt den Glanz zurück und ist für die meisten Gebrauchtwagen der richtige Kompromiss zwischen Ergebnis, Lackabtrag und Aufwand. Die Mehrstufenpolitur beginnt mit einer gröberen Schleifpolitur, die tiefere Defekte entfernt, und arbeitet sich dann über mittlere Stufen bis zur Hochglanzpolitur vor. Sie ist aufwendiger und trägt mehr Klarlack ab. Sie lohnt sich auf dunklen Lacken, bei stark verkratzten Fahrzeugen und als Vorbereitung für eine Keramikversiegelung, weil die Keramik jeden Defekt für Jahre konserviert, der darunter bleibt.

Was wir nicht machen: eine grobe Politur „zur Sicherheit“, weil sie schneller geht. Wir fangen mit der mildesten Kombination aus Pad und Politur an, die den Defekt entfernt, und werden nur gröber, wenn es nötig ist. Das dauert länger, schont aber den Lack, und Lack kann man nicht nachbestellen.

Der Fingernagel-Test

Ob ein Kratzer polierbar ist, können Sie selbst grob prüfen: Fahren Sie mit dem Fingernagel quer darüber. Spüren Sie nichts, sitzt der Kratzer im oberen Klarlack und lässt sich meist entfernen. Bleibt der Nagel hängen, ist er durch den Klarlack hindurch, manchmal bis zur Grundierung. Dann würde Polieren nur den umliegenden Klarlack dünner machen, ohne den Kratzer loszuwerden. Für solche Stellen ist Smart Repair die richtige Methode. Wir kombinieren beides häufig: erst die tiefen Stellen reparieren, dann die ganze Fläche polieren.

Was nach der Politur kommt

Frisch polierter Lack ist blank, aber ungeschützt. Deshalb gehört ein Schutz dazu: ein Wachs, das wenige Monate hält, eine Polymerversiegelung mit längerer Standzeit oder eine Keramikversiegelung für Jahre. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie das Auto gewaschen und genutzt wird. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite zur Keramikversiegelung. Und ein Hinweis zum Schluss: Nach einer Politur bitte für einige Tage keine Waschanlage mit Bürsten. Nicht wegen der Politur, sondern wegen der Bürsten – die Kratzer, die wir gerade entfernt haben, kommen genau daher.

Roter VW T-Roc in der DETAILACK-Werkstatt, Frontschürze für Smart Repair abgeklebt
Vorbereitung
Roter VW T-Roc nach der Lackaufbereitung unter Wabenlicht in der Werkstatt von DETAILACK
Unter dem Wabenlicht

Geeignet für

  • Waschanlagenkratzer und Swirls
  • Hologramme nach unsachgemäßer Politur
  • Verwitterter, matter Lack
  • Vorbereitung für Keramikversiegelung
  • Gebrauchtwagen vor dem Verkauf

Wo wir ehrlich abraten

Kratzer, die bis in den Basislack reichen, Steinschläge und abgeplatzter Klarlack lassen sich nicht polieren. Bei sehr dünnem oder mehrfach poliertem Klarlack raten wir von einer Schleifpolitur ab.

Ablauf

So läuft es bei uns ab

  1. Analyse unter der Lampe

    Welche Defekte sind da, wie tief sitzen sie, wie viel Klarlack ist noch vorhanden? Wir messen an mehreren Stellen.

  2. Gründliche Vorbereitung

    Handwäsche, Flugrostentferner, Lackknete, Abkleben von Kunststoff, Gummi und Kanten.

  3. Politur in Stufen

    Erst die Kombination, die den Defekt entfernt, dann feiner werden. Nur so grob wie nötig.

  4. Kontrolle und Schutz

    Politurreste entfernen, bei verschiedenen Lichtquellen prüfen, dann Wachs, Polymer oder Keramik auftragen.

Häufige Fragen

Fragen zu Lackaufbereitung & Politur

Wie oft kann man einen Lack polieren?

Das hängt von der vorhandenen Klarlackstärke und von der Intensität der Politur ab. Eine milde Einstufenpolitur trägt nur wenige Mikrometer ab und kann über Jahre mehrfach wiederholt werden. Grobe Schleifpolituren sollte man nur selten einsetzen. Wir messen vorher und sagen Ihnen, wie viel Reserve der Lack hat.

Was sind Hologramme im Lack?

Hologramme sind feine, wellenförmige Schleifspuren, die entstehen, wenn mit einer Rotationsmaschine, einem zu groben Pad oder zu wenig Finish gearbeitet wurde. Sie zeigen sich als schimmernde Schlieren im Sonnenlicht, besonders auf dunklen Lacken. Eine Finishpolitur mit einer Exzentermaschine entfernt sie.

Kann man matten Lack polieren?

Nein. Matte Lacke bekommen ihre Optik durch eine mikroskopisch raue Oberfläche, Polieren würde sie glänzend machen und die Stelle wäre dauerhaft sichtbar. Matte Lacke werden nur gereinigt und mit speziellen Produkten geschützt. Kratzer in Mattlack lassen sich nur durch Neulackierung des Teils beheben.

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