Fahrzeugaufbereitung
Gründliche Innen- und Außenreinigung, Lackreinigung und Schutz – für Verkauf, Leasingrückgabe oder den eigenen Anspruch.
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Lackierung
Eine Lackierung ist dann gut, wenn man sie nicht sieht. Der Farbton muss stimmen, der Übergang zu den Nachbarteilen muss verschwinden, die Oberfläche muss der Werkslackierung entsprechen. Das ist Vorbereitung, Farbtonarbeit und Erfahrung – in dieser Reihenfolge.
KTL, Füller, Basislack, Klarlack
wasserbasierte Basislacke Pflicht in der Reparatur
nie nur der Code allein
Lack auftragen kann man lernen. Eine Lackierung so hinzubekommen, dass niemand erkennt, dass lackiert wurde, ist etwas anderes. Es beginnt bei der Vorbereitung: Jede Schleifriefe, jeder Staubkorn, jede Kante in der Abklebung zeichnet sich später ab. Es geht weiter beim Farbton, der nicht einfach aus dem Code folgt, und es endet beim Übergang zum nächsten Bauteil. Reza Sayadi kommt aus einer Familie, in der Lackieren seit Generationen Handwerk ist, und hat es in Deutschland noch einmal von Grund auf gelernt: 400 Unterrichtseinheiten Spot Repair bei BlechWunder in Hamburg, davon allein 200 für den Farbauftrag. Das zahlt sich bei jeder Tür aus.
Ein Serienlack besteht aus vier Schichten. Die kathodische Tauchlackierung schützt das Blech vor Korrosion. Der Füller gleicht Unebenheiten aus und bildet den Untergrund. Der Basislack gibt die Farbe und enthält bei Metallic- und Perleffektlacken die Effektpigmente. Der Klarlack schützt und glänzt. Zusammen sind das grob 100 bis 150 Mikrometer. In der Reparatur bauen wir denselben Aufbau nach: Grundierung oder Füller auf dem vorbereiteten Untergrund, Basislack in mehreren dünnen Schichten, dann Klarlack. Seit 2007 sind in der Fahrzeugreparaturlackierung lösemittelreduzierte Produkte vorgeschrieben. Basislacke sind deshalb wasserbasiert, Füller und Klarlacke VOC-konform. Für die Qualität ist das kein Nachteil, es verlangt nur andere Ablüftzeiten und saubere Arbeitsbedingungen.
Auf dem Typenschild steht ein Farbcode. Was dort nicht steht: Hersteller ändern die Rezeptur eines Farbtons im Laufe der Produktion, manchmal mehrfach. Ein „Deep Black“ aus einem Werk ist nicht exakt dasselbe wie aus einem anderen, und ein Lack, der sieben Jahre in der Sonne stand, ist nicht mehr der Lack aus der Farbkarte. Deshalb arbeiten wir mit Farbtonvarianten, vergleichen mit Farbtonkarten am Fahrzeug und spritzen ein Probeblech, das wir bei Tageslicht neben das Bauteil halten. Bei schwierigen Tönen, besonders bei Silber, Weiß-Perleffekt und Dreischichtlacken, ist das der Schritt, der über Sichtbarkeit oder Unsichtbarkeit entscheidet.
Selbst der bestgetroffene Farbton kann an einer Kante sichtbar werden, wenn ein frisch lackierter Kotflügel direkt neben einer sieben Jahre alten Tür sitzt. Beim Beilackieren wird der Basislack in das angrenzende Bauteil ausgenebelt, der Klarlack dort über das ganze Teil oder bis zu einer natürlichen Kante gezogen. Das Auge sieht keinen harten Übergang mehr. Beilackierung ist in der Fachwelt anerkannt und wird von Gutachtern bei Haftpflichtschäden üblicherweise in die Kalkulation aufgenommen. Wir erklären Ihnen vorher, welche Teile aus welchem Grund mitlackiert werden.
Die Teillackierung einzelner Bauteile ist der Normalfall: nach einem Unfall, bei Rost an Radlauf oder Türkante, bei Steinschlagschäden an der Front. Eine Ganzlackierung ist selten sinnvoll, aber manchmal die einzige Option: wenn der Klarlack großflächig abblättert, bei einem Farbwechsel oder bei einem Liebhaberfahrzeug, das wieder original aussehen soll. Sie ist aufwendig, weil Anbauteile demontiert, Dichtungen entfernt und die ganze Karosserie vorbereitet werden muss. Wer das billig anbietet, spart an genau dieser Vorbereitung. Wir machen Ihnen ein ehrliches Angebot und sagen auch, wenn eine Ganzlackierung beim Zustand des Fahrzeugs nicht zu empfehlen ist.
Frischer Lack ist nach der Trocknung fest, härtet aber noch einige Wochen weiter aus. In dieser Zeit bitte keine Bürstenwaschanlage, kein Wachs, keine Versiegelung und keine Aufkleber. Handwäsche mit viel Wasser ist unproblematisch. Den genauen Zeitraum nennen wir bei der Übergabe, er hängt vom Lacksystem und von der Witterung ab. Danach steht einer Versiegelung nichts im Weg.


Eine Ganzlackierung auf einem Fahrzeug mit Rostproblemen oder vielen Vorschäden ist Geldverschwendung, wenn die Substanz nicht vorher saniert wird. Und bei kleinen Schäden empfehlen wir Spot Repair statt Teillackierung.
Ablauf
Farbcode am Fahrzeug, Variantenabgleich mit Farbtonkarten, Probeblech am Auto bei Tageslicht.
Demontage, Schleifen, Spachteln, Füllern, Abkleben bis in die Falze. Hier entscheidet sich das Ergebnis.
Basislack in dünnen Schichten, Effektpigmente ausrichten, Klarlack. Bei Beilackierung Übergang in die Nachbarteile.
Aushärten, Staubeinschlüsse ausschleifen und polieren, Anbau, Spaltmaße prüfen, Übergabe mit Pflegehinweis.
Häufige Fragen
Weil Lacke altern und Farbtöne in Varianten existieren, kann selbst der bestgetroffene Ton an einer harten Kante sichtbar werden. Beim Beilackieren wird der Farbton in das Nachbarteil ausgenebelt, sodass das Auge keinen Übergang mehr findet. Gutachter erkennen diesen Aufwand bei Haftpflichtschäden in der Regel an.
Ein einzelnes Bauteil wie eine Tür oder ein Stoßfänger ist meist in zwei bis drei Arbeitstagen fertig, inklusive Vorbereitung, Lackierung, Trocknung und Montage. Bei mehreren Teilen, Spachtelarbeiten oder Beilackierung planen wir entsprechend mehr ein und nennen Ihnen den Termin vorab.
Ja. Metallic-, Perleffekt- und Dreischichtlacke erfordern mehr Aufwand bei Farbtonermittlung und Auftrag, sind aber Alltag. Der grüne Ford Mustang in unseren Referenzen ist ein Beispiel für einen auffälligen Ton, der lokal repariert und in die Fläche eingearbeitet wurde.
Ja, Einzelteile wie Felgen, Spiegelkappen, Zierleisten, Grills oder Spoiler lackieren wir in Wagenfarbe oder nach Wunsch, auch für Motorräder oder Oldtimer nach Absprache. Die Teile können angebaut oder bereits demontiert angeliefert werden.
Weitere Leistungen
Gründliche Innen- und Außenreinigung, Lackreinigung und Schutz – für Verkauf, Leasingrückgabe oder den eigenen Anspruch.
Mehr erfahrenMaschinelle Politur gegen Waschkratzer, Hologramme und Mattstellen – mit Schichtdickenmessung, in ein bis drei Stufen.
Mehr erfahrenKeramik, Polymer oder Wachs: Schutz, der zum Fahrzeug und zur Pflege passt. Mit Vorbereitung durch Politur und klaren Pflegehinweisen.
Mehr erfahrenUnverbindlich & schnell
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