Warum wir die Inhalte veröffentlichen
„Zertifizierter Betrieb“ steht auf vielen Websites. Was genau zertifiziert wurde, steht selten dabei. Wir finden, Sie sollten das wissen, bevor Sie uns Ihr Auto geben. Deshalb finden Sie oben zu jedem Zertifikat die Ausbildungsinhalte mit den Unterrichtseinheiten, so wie sie auf der Urkunde stehen. 160 Stunden Fahrzeugaufbereitung, 600 Stunden Dellentechnik, 400 Stunden Spot Repair: Das sind zusammen mehr als 1.100 Unterrichtseinheiten, verteilt auf rund ein Jahr. Dazu kommt ein PDR-Zertifikat von 2024, das Reza Sayadi vor dem Umzug nach Deutschland erworben hat.
Was man in 600 Stunden Dellentechnik lernt
Dellen ohne Lackieren sieht in Videos leicht aus: Lampe an, Hebel rein, Delle weg. In Wirklichkeit vergehen allein 80 Unterrichtseinheiten damit, Dellen in der Lichtreflexion überhaupt richtig zu lesen – wo die Spitze sitzt, wo das Blech gedehnt ist, wo es nur verdrängt wurde. Weitere 60 Stunden gehen dafür drauf, die Werkzeugspitze hinter dem Blech blind zu finden. Dann erst beginnt das eigentliche Drücken: Spitzen einebnen, Hagelschäden am Übungsfahrzeug, Zieh- und Klebetechnik für Stellen, an die man von innen nicht herankommt. Und weil ein Dellentechniker auch mit Versicherungen zu tun hat, stehen Kalkulation, Fahrzeugübergabe und Abrechnung von Versicherungsleistungen ebenfalls im Plan.
Spot Repair: 200 Stunden nur Farbauftrag
Im zweiten Modul geht es um die lokale Lackierung. Auffällig im Lehrplan: je 100 Unterrichtseinheiten für den Farbauftrag mit der Spraydose und mit der Lackierpistole. Das ist kein Zufall. Ob ein Spot Repair unsichtbar bleibt, entscheidet sich beim Ausnebeln des Basislacks in die Fläche und beim Klarlackübergang. Davor liegen Grundierung und Vorbereitung (60 UE) sowie Farbtonermittlung und Anmischung (40 UE), danach die Finisharbeiten, also Polieren des Übergangs.
Fahrzeugaufbereitung: mehr als Waschen
Das Aufbereitungsmodul von Mohammad Reza Shojaei umfasst Werkzeug- und Materialkunde, Außen- und Innenaufbereitung, die verschiedenen Versiegelungsarten sowie Leder- und Glasreparatur. Gerade die letzten beiden Punkte sind der Grund, warum wir Lederrisse und Steinschläge in der Scheibe selbst reparieren können, statt Sie weiterzuschicken.
Und wie geht es weiter?
Lernen hört nicht auf, wenn die Urkunde hängt. Lacksysteme ändern sich, Hersteller bringen neue Farbtöne mit immer feineren Effektpigmenten, Aluminium und hochfeste Stähle verhalten sich beim Drücken anders als klassisches Blech. Wir besuchen weiterhin Schulungen bei Lackherstellern und tauschen uns mit anderen Betrieben aus. Neue Zertifikate ergänzen wir hier.
Wenn Sie Fragen zu einer bestimmten Qualifikation haben oder wissen möchten, ob wir für einen speziellen Schaden die richtigen sind: Fragen Sie uns. Eine ehrliche Antwort bekommen Sie auf jeden Fall.